Goldbach Report 04/07

Quartalspublikation der Goldbach Media Gruppe
 
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Typisierung der Mediennutzer

KommTech-Studie als Grundlage.
Differenzierung nach Nutzung neuer und klassischer Medien.
Mit 41 % bilden die «Traditionellen» die grösste Gruppe.

Typen

Bild: Auf der Grundlage der KommTech-Studie haben IGEM und Public Data vier Typen von Mediennutzern gebildet.

Die Grenzen zwischen den Medien verschwimmen mit der fortschreitenden Digitalisierung genauso wie die Grenzen zwischen Massen- und Individualkommunikation. Diese Entwicklung verfolgt die KommTech-Studie von Publica Data und IGEM bereits seit 2004. Auf der Basis der Erhebungen 2006 und 2007 wurden jetzt mittels einer Clusteranalyse vier Typen gebildet, die sich durch die Nutzung von neuen und klassischen Medien der Individual- und der Massenkommunikation unterscheiden.

Eine Kurzfilm zu den vier Typen finden Sie hier (neues Fenster).

Die Traditionellen: Sie bilden mit einem Anteil von 38 % (2006: 41 %) das grösste und gleichzeitig älteste Segment. Das aktuelle Zeitgeschehen interessiert überdurchschnittlich. Radio und Fernsehen spielen eine wichtige Rolle, neue Medien werden – wenn überhaupt – nur selten genutzt.

 

Die Medienabstinenten: Sie stellen mit 16 % (2006: 19 %) das zweitkleinste Segment dar. Frauen sind in der Mehrheit. Viele wohnen allein. Das aktuelle Zeitgeschehen interessiert wenig. Elektronische Medien werden stark unterdurchschnittlich genutzt. 15 % besitzen kein Fernsehgerät, 30 % kein Handy. Mehr als die Hälfte hat keinen Internetzugang.

 

Die New-Media-Fokussierten: Mit 10 % (2006: 13 %) sind sie das kleinste und gleichzeitig jüngste Segment mit dem höchsten Bildungsniveau. Sie leben überdurchschnittlich oft in Haushalten mit drei und mehr Personen. Das starke Interesse am aktuellen Zeitgeschehen wird besonders über das Internet und Mail- Newsletter, aber auch über die Tageszeitung gedeckt. 82 % nutzen zu Hause täglich das Internet, TV und Radio werden dagegen deutlich weniger genutzt. Fast ein Drittel besitzt kein TV-Gerät.

Die Multimedialen: Mit 36 % bilden sie das zweitgrösste und zweitjüngste Segment, das zudem das einzige ist, das im Vergleich zu 2006 (27 %) gewachsen ist. Sie können als das Zukunftssegment bezeichnet werden. Die Multimedialen sind gut gebildet und wohnen überdurchschnittlich oft in Haushalten mit drei und mehr Personen. Sie nutzen sowohl die klassischen als auch die neuen elektronischen Medien überdurchschnittlich intensiv. In diesen Haushalten stehen sehr häufig mehrere und zudem topmoderne TV-Geräte.

Siri Fischer